Auslöser erkennen – Reptilien-Kommunikation vermeiden

Reptilien-Kommunikation im Büroalltag vermeiden

Im Büro gibt es immer wieder Situationen, die uns „auslösen“. Wir sind dann aufgebracht und haben oft den Impuls, das anstehende Thema sofort zu klären. Wir wollen gewinnen, uns in Sicherheit bringen oder Schuld zurückweisen. Das ist in der Regel keine gute Idee. Im „ausgelösten“ Zustand werden wir durch Hormone mit dem ältesten Teil unseres Gehirns im sogenannten Reptilien-Gehirn verbunden, das nur drei Reaktionsmöglichkeiten kennt:

Kämpfen, flüchten oder totstellen

Gerade in komplexen Kommunikationssituationen – das kann man sich leicht vorstellen – sind diese drei in keinster Weise ausreichend. Durch Hormone auf Autopilot geschaltet, ist unsere Wahrnehmung „vernebelt“ und der Zugang zur Großhirnrinde, in der sich unsere Softskills befinden, ist blockiert. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Kommunikation in diesen Momenten gelingt. Deshalb mein unbedingter Rat:

Erstmal wieder runterfahren

Aus der Geschichte aussteigen und die Gefühle fühlen! Wenn ich mich wieder einigermaßen beruhigt habe, vielleicht eine halbe Stunde später, am Nachmittag, am nächsten Tag oder auch in der nächsten Woche (je nachdem, wieviel Aufschub das Thema duldet) ist immer noch Zeit, in eine angemessene Konfliktklärung einzutreten.

Die Angst, die wir haben, dass wir häufig meinen, wir müssten sofort reagieren, damit wir „nicht verlieren“, nicht im schlechten Licht dastehen, damit wir rechtzeitig – wie man so schön sagt – einen Pflock einschlagen, erlebe ich nicht als zielführend und oft auch nicht als angemessen.

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